Der bundesweite Vorlesetag: das größte deutsche Vorlesefest seit 2004

Vorlesetag
Seit dem Jahr 2004 findet der bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitschrift DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung am dritten Freitag im November statt. Heute gilt dieser als das größte Vorlesefest in Deutschland.

Mit dem bundesweiten Vorlesetag soll ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen gesetzt und die Freude am Lesen geweckt werden. Mit viel Leidenschaft zeigen die ehrenamtlichen Vorleser unentgeltlich an diesem Tag, wie schön und vor allem wie wichtig das Vorlesen ist. Das Ziel ist es, bei den Kindern die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und zugleich die Kinder auch früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen. In diesem Jahr fand der bundesweite Vorlesetag am 18.11.2016 statt.

Ein einfaches und simples Konzept

Das Konzept, das sich dahinter verbirgt, ist einfach: Jeder der Spaß am Vorlesen hat, der liest an diesem Tag anderen vor und das kann in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen sein. Selbst an ganz ungewöhnlichen Orten wurde vorgelesen, wie in einem Zug, im Tierpark, Museum oder sogar im Flugzeug. Kurz gesagt der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Es ist bereits nachgewiesen, dass das Vorlesen, die schulischen Leistungen und auch das Sozialverhalten der Kinder fördert. Zudem führt es auch zu mehr Selbstbewusstsein und Fröhlichkeit. Somit sollte Vorlesen und Lesen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch es ist kaum zu glauben, dass es in Deutschland noch immer rund 7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt und das fast jedem dritten Kinde nicht oder nur selten vorgelesen wird.

Lesen ist ein wichtiger Baustein

Doch die Leseförderung stellt einen wichtigen Baustein in dem gesellschaftlichen Engagement der Deutsche Bahn Stiftung dar. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Lesen und auch das Vorlesen die Fantasie fördert und zudem auch die Sprach- und Leseentwicklung. Die Kinder denen viel vorgelesen wird, lernen leichter und schneller lesen. Und es ist nur derjenige in der Lage dazu sich Wissen aus den Medien, wie Bücher oder dem Internet anzueignen, der gut lesen kann, da er nur dann in der Lage ist, die Zusammenhänge zu verstehen. Kurz der gute Leser kann sich bilden. Somit stellt das Vorlesen eine Starthilfe in eine erfolgreiche Zukunft dar.

Des weiteren sind Kinder, denen viel vorgelesen wird, auch aktiver in ihrer Freizeit und besser in der Schule. Sie selbst haben wahrscheinlich viel bessere Chancen auf einen qualifizierten Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Genau aus diesem Grund engagiert sich die Deutsche Bahn Stiftung gemeinsam mit der Stiftung Lesen dafür, dass das Lesen vor allem für möglichst viele Kinder und Jugendliche zur Normalität wird.

Manche Bücher vergisst man einfach nie

Es gibt einfach Bücher, die man selbst sein Leben lang nie vergisst, auch wenn man diese niemals selbst gelesen hat. Aber diese Geschichten sind in der Erinnerung lebendig, da Mama oder die Oma am Abend auf der Bettkante saß und so schön vorlas. Selbst das geheimnisvolle „Heute back‘ ich, morgen brau ‘ich, übermorgen hol‘ ich der Königin ihr Kind!“ wisperte.

Das Vorlesen ist wie Kino – halt nur im Kopf und das Kopfkino beflügelt die Fantasie. Die Kinder können sich anders als im Fernsehen ihre Helden selbst vorstellen. Aber hier geht es nicht nur um die Förderung der Fantasie und Kreativität, sondern es wird auch der Wortschatz erweitert und das Verständnis für die Laute unterstützt. Zudem lernen die Kinder auch spielend die Struktur der Sprache, wie beispielsweise durch Reime. Wird abends ein Buch zur Hand genommen und dem Kind etwas vorgelesen, dann wird in dem Fall auch etwas für die Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit getan.

Jedes Buch hat eine Botschaft, ganz egal ob der Michel von Lönneberga, die kleine Hexe oder die Raupe Nimmersatt – treten Probleme in den Büchern auf, dann gibt es auch zugleich eine Lösung, die nachvollziehbar ist. Nicht zuletzt ist das Vorlesen auch mit positiven Gefühlen verbunden, denn eng angekuschelt an Mama oder Papa lässt es sich doch gleich viel besser auf die Reise in die Fantasie gehen.

Foto: © Deutsche Bahn, Text: aufwachsen.com, gesponsert durch die Deutsch Bahn

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