Das moderne Kind – der Umgang mit dem Smartphone


Sicherlich kennen viele die begeisterten Augen und die gierigen Hände der Kinder und Jugendlichen, wenn sich ein Smartphone nähert. Ganz ohne Erklärung beherrschen schon die Jüngsten die Navigation blind und es hat den Anschein, dass sie sich in Sekundenschnelle mit dem mobilen Gerät anfreunden. Die Kinder wirken zufrieden und spielen nur zu gern die edukativen Spiele auf den Geräten. Es erscheinen stetig neue Kinder-Apps in den App-Stores, womit zugleich die Nachfrage belegt wird. 2014 wurde die erste repräsentative Studie veröffentlicht und laut dieser besaßen rund 85 % der Kinder und Jugendlichen ein Smartphone.

„Ich hab noch niemanden so geliebt wie dich!“….

…. Das ist eine tolle Liebeserklärung, aber an ein Smartphone…? Von dem Regisseur Spike Jonze wird genau dieses Vorkommnis in dem Film „Her“ wahr. Dort wird beschrieben wie sich ein Mann verliebt und zwar in die intelligente Sprachfunktion seines Smartphones – quasi eine Art Siri, der Apple-Sprachsoftware. Auch die Big-Bang-Fans werden sich daran erinnern, wie Raj auf Siri trifft und sich Hals über Kopf in die Frau verliebt, die auf „fast“ alles die passende Antwort hat.

 

Doch Raj wird es sehr schnell klar, dass alles nur ein Traum wahr. Im realen Leben kann wohl kaum von der großen Liebe gesprochen werden – aber von einer großen Bedeutung. Das kann sogar wissenschaftlich belegt werden. Der „Medienpädagogische Forschungsverband Südwest“ befragt jedes Jahr für die sogenannte JIM-Studie mehr als 1.200 deutsche Teenager, wie sie die Medien, ihr Taschengeld und die Freizeit nutzen.

Im Rahmen der Studie 2016 wurden Zwölf- bis 19-jährige in Deutschland befragt und dabei ging es auch um den Umgang mit Handy und WLAN in der Schule. Rund 94 % der Befragten durften ihr Handy mit in die Schule nehmen, wo die Nutzung dann jedoch reglementiert ist. Zwei Fünftel durften das Handy mitnehmen, aber dort dann prinzipiell nicht nutzen und ein Drittel der Befragten dürfen ihr Handy gezielt im Unterricht für den Unterricht einsetzen.

Was ist, wenn aus der Leidenschaft Sucht wird?

Neueste Statistiken zeigen auf, dass bereits Kinder im Alter zwischen 6 und 7 Jahren im Besitz eines Smartphones sind. Insgesamt zeigt die Statistik jedoch auf, dass im Jahr 2016 die Zahl der jugendlichen Smartphone-Besitzer um 10 % auf rund 95 % angestiegen ist.

Die Jugendlichen gehen regelmäßig mit ihren Smartphones ins Internet und die Werte steigen, wie die Statistiken immer wieder aufzeigen. Aber es ist auch nicht verwunderlich, vor allem wenn man bedenkt, dass die Smartphones immer günstiger werden und kaum noch einen Vertrag mehr gibt, wo ein multimedialer Alleskönner drin enthalten ist. Ein gutes Beispiel ist dafür momentan eteleon.de, wo Tarife bereits ab 6,50 Euro monatlich angeboten werden. Doch Alleskönner ist hier das Stichwort: Denn die modernen Smartphones können in fast jedem Lebensbereich eingesetzt werden: als Wecker, Terminplaner, Tagebuch, Chat-Ecke und vieles mehr. Die Kinder und Jugendlichen, sehen das Internet heute als etwas Selbstverständliches an, denn sie sind mit ihm groß geworden. Somit ist es auch verständlich, dass sie damit ihren Alltag immer mehr organisieren. Somit ist eine gewisse Abhängigkeit zu den Smartphones erkennbar und eben damit steigt die Gefahr, das sich eine Sucht oder eine Art Abhängigkeit entwickelt.

Das hört sich „reißerisch“ an und verängstigt viele Eltern. Doch eine exzessive Nutzung der Smartphones darf nicht gleichgesetzt werden mit einer Sucht. Denn zwischen diese Worten gibt es einen großen Unterschied. Erst in dem Moment, wenn der Betroffene sich gar nicht mehr für andere Lebensbereiche interessiert, liegt ein krankhaftes Verhalten vor. Also erst dann, wenn sich die Gedanken nur noch um das Smartphone drehen und jeder Versuch scheitert, dass der Konsum eingeschränkt wird.

Digitale Jugendschutzprogramme – sicherer Surfraum für Kinder

Durch die hohe Internetnutzung und der mobilen Endgeräte durch Kinder – bereits ab einem Alter von sechs Jahren – werden die Kinder- und Jugendschutzprogramme immer wichtiger. Es werden bereits die verschiedensten Programme angeboten, die kostenlos nutzbar sind. Dazu gehört beispielsweise das von JusProg. Zudem gibt es auch für die mobilen Endgeräte verschiedene Apps, die als Jugendschutz-Software aus den entsprechenden App-Stores heruntergeladen werden können.

Es sollte keinesfalls die digitale Nutzung verboten werden, sondern akzeptiert werden und als Chance angesehen werden. So können die Kinder-Apps, die edukativ ausgerichtet sind, dazu eingesetzt werden, den Kindern spielerisch etwas beizubringen, woran sie zugleich Freude haben. Durch das Grundinteresse der Kinder, das bereits im frühen Kindsalter aufkommt, ist es möglich, das das Kind aufmerksam ist und man ihm etwas sinnvolles vermitteln kann.

So ist bereits von Apple eine Kinder-Rubrik im App-Store eingerichtet worden, wo zudem unter den verschiedenen Altersgruppen unterschieden wird und wo entsprechende kindgerechte Anwendungen heruntergeladen werden können. Auch der Android Google Play Store bietet die verschiedensten Kinder Apps an. Ebenso von Samsung. Der Kids Bereich im App Store des Herstellers bietet ebenfalls ein umfangreiches Portfolio an kindgerechten Apps auf.

Fakt ist, dass Smartphones und Tablets heute nicht mehr aus dem Alltag der Kinder wegzudenken sind. Das Smartphone ist immer und überall dabei und ist oftmals eine hilfreiche Unterstützung – selbst bei kreativen Aktivitäten.

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