Das Baby ist jetzt ein halbes Jahr alt

Die Hälfte des ersten Lebensjahres Ihres Babys ist geschafft und es hat schon enorme Fortschritte gemacht. Es ist schon eine richtige kleine Persönlichkeit. Ein geregelter Tag- und Nachtrhythmus hat sich mit Sicherheit auch schon entwickelt. Jetzt ist es auch an der Zeit so langsam auf Beifütterung umzustellen, egal ob Sie noch stillen oder die Flasche geben. Für die Beifütterung eignet sich am besten Gemüse oder Babybrei. Bereiten Sie die Nahrung selbst zu, so sollten Sie auf jeden Fall auf Gewürze verzichten. Geeignet sind Karotten, Pastinaken oder auch Spinat, Banane, geriebene Äpfel oder in Milch eingeweichte Kekse ergeben süße Babybreie. Die ersten Fütterungsversuche werden mit Sicherheit eine kleine Geduldsprobe sein, schließlich muss das Baby sich umstellen von der Brust oder dem Sauger auf einen Löffel, dieser sollte allerdings aus Plastik sein.

Sitzen – Greifen – Krabbeln

Viele aber noch nicht alle Babys können in diesem Alter schon alleine sitzen. Sie greifen nun auch gezielt nach Spielzeugen und halten diese fest, genau wie das Greifen funktioniert aber jetzt auch das gezielte loslassen von Dingen. So manche Babys können in diesem Alter auch schon krabbeln und bewegen sich recht flott vorwärts, wenn Ihr Baby noch nicht selbstständig unterwegs ist, so ist das überhaupt nicht schlimm, irgendwann wird es das auch können. Wobei es erstaunlich ist, mit welcher individuellen Technik sich manche Kinder fortbewegen.

Weitere Entwicklungsschritte

Eigentlich hätte es Ihr Baby gerne, wenn den ganzen Tag über jemand da wäre, der mit ihm herumspielt und für es den Kasper spielt. Natürlich sind Sie dafür der interessanteste Sparringspartner, aber auch alle anderen Personen aus seinem Umfeld begrüßt das Baby in diesem Alter mit einem freudigen Krähen oder Jauchzen. Wildere Spiele, wie hoch über den Kopf halten und „fliegen“ lassen werden von dem Baby jetzt schon mit Gelächter oder Gekicher quittiert. Aber seien Sie nicht besorgt, wenn Ihr Baby das nicht mag und anfängt zu weinen. Es gibt auch bei Babys Wildfänge oder sensible Seelchen, das kann sich später noch ändern. Beim Greifen können Sie heute noch nicht erkennen ob das Kind ein Rechts- oder Linkshänder wird, es werden noch beide Händchen zum Greifen benutzt. Sich vom Rücken auf den Bauch oder auch umgekehrt zu drehen, dass können jetzt schon die meisten Babys sehr gut. Für Sie kann das bedeuten, dass das Wickeln, An- und Ausziehen zu einer kleinen Nervenprobe wird. Halten Sie eine Hand auf die Brust des Babys, so können Sie mit der anderen Hand noch Dinge greifen, die Windel schließen oder was auch immer nötig ist. Oder geben Sie dem Baby etwas in die Hand zum Spielen, etwas, das hochinteressant ist. Vielleicht ein Spielzeug auswählen, das es ausschließlich für diese Prozedur bekommt. Aber auch das Baby lernt, Sie müssen schon damit rechnen, dass irgendwann auch bei diesem Spielzeug das Interesse nachlässt. Vielleicht stellen Sie sich eine Box auf die Wickelkommode, in der viele interessante Dinge sind. Damit keine Unfälle beim Wickeln passieren können, sollten Sie vielleicht in Betracht ziehen, das Baby in Zukunft auf einer Wickelunterlage auf dem Boden zu wickeln.

Tipps und Tricks

  • Nahrung kann selbst zubereitet werden, Karotten, Pastinaken und Spinat pürieren und nicht würzen
  • Machen Sie die Wohnung kindersicher, wenn Ihr Baby schon Anstalten macht zu krabbeln, begeben Sie sich dazu in die Babyperspektive
  • Wickeln Sie vielleicht nicht mehr auf der Kommode, sondern auf dem Boden
  • Geben Sie dem Baby interessantes Spielzeug in die Hand, wenn Sie es wickeln

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