Das Baby ist 7. Monate alt

Jetzt kann es vorkommen, dass es bei Ihnen zu Hause lauter zugeht, denn das Baby hat schon so allerhand gelernt in den vergangenen Monaten und ist entsprechend aktiver. Wobei auch hier immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass es bei der Entwicklung jedes Kindes Unterschiede gibt und sich kein Kind an irgendwelche Richtlinien und Normen hält. Das haben Sie mit Sicherheit auch erlebt, als es um den errechneten Geburtstermin ging. Solange Sie immer regelmäßig die Termine zu den Vorsorgeuntersuchungen einhalten, hat Ihr Kinderarzt immer ein Auge auf die richtige Entwicklung Ihres Kindes und wird Abweichungen oder Auffälligkeiten mit Ihnen besprechen.

Die Vorstufe für die ersten Schritte

Jetzt und in den nächsten Wochen, werden die Beinchen trainiert, denn bald ist es so weit, dann wird Ihr Baby seine ersten Schritte wagen. Daher wird es jetzt Spiele lieben, bei denen es gehalten wird und sich mit den Beinchen abstoßen kann. Hüpfspielchen auf Ihrem Schoß oder Ihrem Bauch erfreuen sich bei dem Baby großer Beliebtheit. Es werden nun auch beide Hände benutzt, Spielzeuge kann es von der einen in die andere Hand legen und natürlich wegwerfen. Das kann schon mal spannend für Sie werden, in der Straßenbahn wird ein Schuh oder eine Socke ausgezogen und just in dem Moment weggeworfen, wenn sich die Türen schließen. Dagegen gibt es kein Mittel, vielleicht fällt Ihnen etwas ein, außer dem Baby keine Dinge in die Hand zu geben, die es dann nicht wegwerfen kann. Wichtige Dinge wie das Kuscheltier oder die Trinkflasche sollten daher in doppelter oder dreifacher Ausführung zur Verfügung stehen.

Gerne wird sich jetzt darin geübt vielleicht schon mal auf alle viere zu gelangen, manche Babys krabbeln sogar in dem Alter schon. Sie können diesen gesteigerten Bewegungsdrang, den das Baby jetzt an den Tag legt, unterstützen mit Spielzeugen, die in etwas weiterer Entfernung liegen und mit weiter bewegungsfreundlicher Kleidung.

Die Erziehung beginnt

Ihr Baby versteht jetzt durchaus schon ein „Nein“, es erkennt an Ihrer Stimme, ob Sie böse sind oder nicht. Aber Ihr Baby kann sich das Verbot nur für wenige Sekunden merken und es meint es auch nicht böse, wenn es immer wieder das Telefon erforschen, den Hund an den Ohren ziehen oder den DVD-Player erkunden will. Das Baby ist schlicht und ergreifend neugierig. Die beste Methode ist immer wieder „Nein“ sagen und dann das Baby mit etwas ablenken, das wesentlich interessanter ist. Verlassens- und Trennungsängste können jetzt ebenfalls eine Rolle spielen, tagsüber sollten Sie vielleicht einen Korb mit Spielsachen füllen, diesen zu Ihren Arbeiten mitnehmen, dann muss das Baby nicht auf Sie verzichten und Sie können Ihren Aufgaben nachkommen. Nachts kann das Baby oftmals wach werden und möchte dann ohne Sie nicht einschlafen, Sie dürfen Ihr Baby ruhigen Gewissens mit ins eigene Bett nehmen, irgendwann schläft es auch in seinem Bett durch. Zitat eines Kinderarztes („Ich habe noch keinen 18jährigen gesehen, der immer noch in Mamis Bett schlafen will, also nehmen Sie das Kind ruhig mit in Ihr Bett“).

Tipps und Tricks

  • Aufpassen, wenn man mit dem Baby unterwegs ist, es können Gegenstände weggeschmissen werden – wichtige Dinge in mehrfacher Ausführung kaufen
  • NEIN – sagen, wenn das Baby unerlaubte Dinge macht und mit interessanteren Dingen ablenken
  • Wenn das Baby nachts wach wird, dürfen Sie es mit ins Bett nehmen
  • Füllen Sie einen Korb mit Spielsachen, so können Sie das Baby mitnehmen bei Ihren Hausarbeiten
  • Ziehen Sie dem Kind weite Kleidung an, damit sein Bewegungsdrang Platz hat
  • Halten Sie die Termine zu den Vorsorgeuntersuchungen ein

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